Das ExperTS-Programm

Wirtschaft weltweit entwickeln

Ein Experte für Entwicklungszusammenarbeit an einer Auslandshandelskammer? Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, hat sich seit Jahren bewährt. In rund 30 Ländern beraten die ExperTS lokale, deutsche und europäische Unternehmen zu entwicklungspolitischen Themen in vier Schwerpunkten:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung: Über Export- und Innovationsförderung unterstützen die ExperTS eine nachhaltige Entwicklung der lokalen Wirtschaft
  • Energie und Umwelt: Die ExperTS fördern den Klima- und Umweltschutz durch den Transfer von Wissen und Technologie
  • Berufliche Bildung: Gemeinsam mit der Wirtschaft entwickeln die ExperTS Angebote zur beruflichen Aus- und Weiterbildung von Fachkräften
  • Digitalisierung und Startups: Die ExperTS vermitteln Start-ups und ihre digitalen Innovationen an Partner aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor

Ziel des ExperTS-Programms ist es, nachhaltiges Wirtschaften weltweit zu fördern und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Unternehmen sich in den Partnerländern entwicklungspolitisch engagieren. Als lokale Ansprechpartner unterstützen die ExperTS insbesondere mittelständische Unternehmen dabei, neue Märkte zu erschließen, innovative Kooperationen anzustoßen und ihr Engagement für alle Seiten gewinnbringend zu gestalten. So schlägt das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Programm die Brücke zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung und schafft die Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.

Als Integrierte Fachkräfte werden die ExperTS über das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) vermittelt. Sie sind an den jeweiligen Auslandshandelskammern vor Ort angestellt und erhalten einen Gehaltszuschuss vom ExperTS-Programm. Es wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gemeinsam mit den Auslandshandelskammern und den Delegationen der Deutschen Wirtschaft umgesetzt.

ExperTS wirkt

Seit 2011 haben die ExperTS dazu beigetragen, dass:

  • circa 23.000 Menschen eine Aus- oder Fortbildung gemacht und dadurch einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt haben
  • mehr als 12.000 Menschen einen Arbeitsplatz gefunden haben
  • gut 9.000 Menschen von besseren Arbeitsbedingungen profitieren und ebenso viele ein höheres Einkommen erzielen
  • durch die Ausbildung von Energiemanagern gut 1.6 Millionen Tonnen Treibhausgase gespart werden

Weitere Informationen 

Die ExperTS beraten zum Beispiel zu den folgenden Angeboten:

Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft: develoPPP.de

Die Ziele von privaten Unternehmen und Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit überschneiden sich häufig. Mit develoPPP.de fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Engagement der Privatwirtschaft dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitischer Handlungsbedarf zusammentreffen.

Das Programm

develoPPP.de richtet sich an Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren und dabei ihr unternehmerisches Engagement nachhaltig gestalten wollen. Mit develoPPP.de erhalten sie finanzielle und auf Wunsch fachliche Unterstützung. Das Unternehmen trägt dabei mindestens die Hälfte der Gesamtkosten, zu denen das BMZ bis zu 200.000 Euro beisteuert.

Im Rahmen von develoPPP.de kooperieren Unternehmen stets mit einem der drei öffentlichen Partner, die das Programm im Auftrag des BMZ umsetzen:

  • DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH,
  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und
  • sequa gGmbH.

Seit Programmbeginn im Jahr 1999 haben DEG, GIZ und sequa gemeinsam mit der deutschen und europäischen Wirtschaft mehr als 1.500 Entwicklungspartnerschaften durchgeführt.

Wie Sie sich bewerben können

Viermal im Jahr können Unternehmen eine Interessensbekundung in sogenannten Ideenwettbewerben bei DEG, GIZ oder sequa einreichen. Mitmachen können alle deutschen und europäischen Unternehmen sowie ihre Tochterfirmen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, die das Potenzial haben, einen herausragenden entwicklungspolitischen Nutzen zu erzielen und mehrere Länder zu umfassen, können als Strategische Entwicklungspartnerschaften außerhalb der Ideenwettbewerbe umfangreicher gefördert werden.

Weitere Informationen über den aktuellen Ideenwettbewerb finden Sie hier.

 

Projektentwicklungsprogramm (PEP)

Der Energiebedarf in Schwellen- und Entwicklungsländern wächst rasant und Investitionen in die Energieversorgung dulden deshalb keinen Aufschub. Gleichzeitig verfügen die Zukunftsmärkte dort über großes natürliches und technisches Potenzial für erneuerbare Energien. Da die Kosten für die Technologien stetig sinken, sind erneuerbare Energien auch wirtschaftlich eine zunehmend interessante Alternative zur herkömmlichen Energieproduktion. Produkte und Serviceleistungen deutscher Unternehmen bieten zuverlässige, innovative und qualitativ hochwertige sowie an lokale Gegebenheiten angepasste ganzheitliche Lösungen.

Ein Engagement in Schwellen- und Entwicklungsländern ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine besondere Herausforderung. Das Projektentwicklungsprogramm (PEP) begleitet deutsche Unternehmen bei ihrem Schritt in diese vielversprechenden, aber oft noch schwierigen Märkte. Durchgeführt wird das PEP von der GIZ im Zuge der Exportinitiative Erneuerbare Energien (EEE) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Das Projekt fördert Unternehmenspartnerschaften zwischen deutschen und lokalen Firmen und begleitet sie langfristig in den verschiedenen Phasen der Marktpositionierung und der Projektentwicklung. Sie unterstützt beim Transfer von Technologien und Know-how, fördert nachhaltige Marktstrukturen sowie die Verbreitung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Lösungen.

Aktuell konzentrieren sich die Aktivitäten auf Myanmar, die Philippinen, Thailand und Vietnam in Südostasien sowie auf Botsuana, Ghana, Madagaskar, Mali, Mosambik, Kenia, Sambia und Tansania in Subsahara Afrika. Da in den Zielländern bereits Strukturen der Außenwirtschaftsförderung existieren, stimmt PEP geplante Maßnahmen eng mit den Delegationen der Auslandshandelskammern ab. So werden Synergien, Erfahrungen und Netzwerke von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit gebündelt und können gemeinsam größere Wirkungen erzielen.

Weitere Informationen zu PEP finden Sie hier.

 

 

Contact

Ms. Katharina Felgenhauer

Head of Competence Centre Energy and Environment
Integrated expert supported by the ExperTS programme of the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), placed by CIM (Centre for International Migration and Development)

+233 302 631 681/2/3
+233 302 631 684
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