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Die Mindestkapitalanforderung wurde abgeschafft, ausländische Händler müssen jedoch 500.000 US-Dollar mitbringen.

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Ausländische Investoren müssen künftig keine Mindestkapitalschwellen mehr erfüllen, bevor sie in den meisten Sektoren der ghanaischen Wirtschaft ein Unternehmen gründen können.

Mindestkapitalanforderung abgeschafft

Ausländische Investoren müssen künftig in den meisten Wirtschaftssektoren Ghanas keine Mindestkapitalanforderungen mehr erfüllen, um ein Unternehmen zu gründen. Dies geht aus dem neuen Gesetz zur Förderung von Investitionen in Ghana (Ghana Investment Promotion Centre Act, GIPC) hervor, das vom Präsidenten unterzeichnet wurde.

 

Die von Investoren lange geforderte Reform beseitigt eine der umstrittensten Investitionsvoraussetzungen des Landes und soll Ghanas Attraktivität als Investitionsstandort steigern. Einzige Ausnahme bildet der Handelssektor: Hier müssen ausländische Investoren nun 500.000 US-Dollar in bar einbringen. Die bisherige Regelung, nach der diese Anforderung durch Importe erfüllt werden konnte, wurde aufgehoben.

Der Geschäftsführer des Ghana Investment Promotion Centre, Simon Madjie, erklärte, die Änderungen würden direkt auf die wiederholt geäußerten Bedenken von Investoren eingehen.

„Für Investoren, die sich über die Mindestkapitalanforderung beschwert haben: Diese wurde durch das neue Gesetz aufgehoben. Ausgenommen sind Handelsunternehmen, die nun einen Bargeldbetrag von 500.000 US-Dollar nachweisen müssen. Es geht nicht mehr um Waren, sondern um 500.000 US-Dollar in bar.“

 

Neben dem Abbau von Investitionshemmnissen erweitert das neue Gesetz Ghanas Investitionsförderungsprogramm. Madjie erklärte, dass das Gesetz ein nationales Investitionsregister einrichtet, das als zentrale Datenbank zur Erfassung von Investitionen dient und gleichzeitig einen Rahmen schafft, der ghanaischen Unternehmen die Expansion über den Inlandsmarkt hinaus erleichtert.

„Wir werden ghanaische Unternehmen, die bereits im Inland expandiert haben, ermutigen, ihre Geschäftstätigkeit im Ausland auszubauen. Ziel ist es letztendlich, durch die Förderung global agierender Unternehmen in Ghana ähnliche Erfolge zu erzielen.“

 

Das Gesetz führt außerdem den rechtlichen Rahmen für ein Programm ein, das Investitionen durch die Einbürgerung ermöglicht. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium.

„Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Schaffung einer richtungsweisenden Investitionsförderung durch die Vergabe der Staatsbürgerschaft. Wir arbeiten mit dem Innenminister zusammen, um die Modalitäten hierfür auszuarbeiten. All dies ist im neuen Gesetz enthalten, das vom Präsidenten unterzeichnet wurde.“

Das Gesetz wandelt das Ghana Investment Promotion Centre in die Ghana Investment Promotion Authority um und spiegelt damit die von Madjie beschriebene erweiterte Rolle der Institution wider.

 

„Wir haben Investitionen gefördert und reguliert. Die neue Behörde spiegelt nun die eigentliche Arbeit wider, die wir all die Jahre geleistet haben.“

Das neue Gesetz stellt eine der bedeutendsten Reformen des ghanaischen Investitionsrahmens der letzten Jahre dar. Die Regierung will damit mehr ausländische Direktinvestitionen anziehen, die Regulierung stärken, die Investitionsüberwachung verbessern und die Entstehung ghanaischer Unternehmen mit regionalen und globalen Ambitionen unterstützen.

 

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