Finanzminister Dr. Cassiel Ato Forson gab dies am Donnerstag bei der Vorstellung des Halbjahresberichts zur Finanzpolitik 2026 vor dem Parlament bekannt.
Die Staatsverschuldung Ghanas sank deutlich von 61,8 Prozent des BIP Ende 2024 auf 44,7 Prozent Ende 2025 und ging bis Ende Juni 2026 leicht auf 45,0 Prozent zurück. Erstmals seit April 2014 hat sich Ghanas externes und Gesamtrisiko einer Überschuldung von hoch auf moderat verbessert. Die gemeinsame Schuldentragfähigkeitsanalyse der Weltbank und des IWF stufte die Kreditwürdigkeit des Landes von „nicht tragfähig“ (Stand 2023) auf „tragfähig“ mit Spielraum zur Abfederung von Schocks hoch.
Der Primärsaldo auf Basis der Verpflichtungen wies 2025 einen Überschuss von 2,5 Prozent des BIP auf und übertraf damit das Ziel von 1,5 Prozent um einen Prozentpunkt. Bis Ende Juni 2026 wurde ein weiterer Überschuss von 0,9 Prozent des BIP erzielt. Die Primärausgaben sanken von 18,7 Prozent des BIP im Jahr 2024 auf 13,2 Prozent im Jahr 2025, ohne das Wirtschaftswachstum zu beeinträchtigen.
Dr. Forson führte die Erholung auf gezielte politische Entscheidungen und nicht auf „Glück“ zurück. Ghanas Fortschritt sei „das Ergebnis überlegener Wirtschaftspolitik“. Er merkte an, dass die Regierung die Anzahl der Minister von ehemals 123 auf 60 und die Anzahl der Ministerien von 30 auf 23 reduziert habe. Eine schlankere Regierung sei „nicht nur politisch klug, sondern auch Teil einer soliden Finanzpolitik“.
Die Inflation sank von 23,8 Prozent im Dezember 2024 auf 5,4 Prozent Ende 2025 und lag im Juni 2026 bei 5,3 Prozent. Der Zinssatz für 91-tägige Schatzwechsel fiel von 11,09 Prozent im Dezember 2025 auf 5,73 Prozent im Juni 2026, während der Leitzins um insgesamt 1.300 Basispunkte von 27 Prozent im Januar 2025 auf 14 Prozent im Juli 2026 sank.